Motorsport-Familie Klemund gibt Gas!

Angefangen hat es fĂĽr Dirk Klemund (49) vor genau 30 Jahren. 1985 erwischte ihn der Motorsportbazillus, und bekanntlich kommt man davon nie wieder los… Rallyefahren heiĂźt seine Bestimmung, und so legte er sich einen BMW 2002ti zu (der heute noch in seiner Werkstatt steht) und driftete ĂĽber die Schotterpisten Deutschlands. Im Laufe der Jahre wurden die Sportgeräte moderner, es folgte ein Toyota Corolla, Gruppe N, ein Ford Sierra Cosworth, Gr. N, ein Escort Cosworth, Gr. A, ein Subaru Impreza. Aktuell greift Dirk auf einem Mitsubishi EVO 10 in der Deutschen Rallye Meisterschaft und der ADAC Masters an.                    Weiterlesen ….

Motorsport-Familie Klemund gibt Gas!

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GaĂźner verteidigt FĂĽhrung im ADAC Rallye Masters Sulingen

Sulingen 2014

Sulingen 2014 Foto: Sascha Dörenbächer

Titelverteidiger Hermann GaĂźner bleibt auch nach dem fĂĽnften Saisonlauf Spitzenreiter
Sohn Hermann GaĂźner junior macht im familieninternen Duell Boden gut
Armin Holz erobert im VW Golf Kit-Car Rang drei.

Die FĂĽhrung im ADAC Rallye Masters bleibt auch nach dem fĂĽnften Saisonlauf fest in der Hand der Familie GaĂźner. Bei der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land (2. – 3. Mai 2014) verteidigte Hermann GaĂźner (Surheim) im Mitsubishi Lancer Evo X die FĂĽhrung und rangiert mit nun 98 Zählern vor seinem Sohn Hermann GaĂźner junior (Surheim, 93 Punkte), der in der R4-Version des Lancer antritt. Da Vater und Sohn Hermann GaĂźner in ihren Divisionen nur jeweils den zweiten Platz belegten, rĂĽcken die Verfolger auf. Mit dem dritten Divisionssieg in Folge schob sich Armin Holz (Celle) im VW Golf Kit-Car mit 75 Zählern auf Rang drei in der Gesamtwertung. Ihm ist Ruben Zeltner (Lichtenstein) dicht auf den Fersen, der sich mit dem Gesamtsieg im Porsche 911 GT3 auf den 14 WertungsprĂĽfungen (147,5 km) im Sulinger Land (71) auf den vierten Platz schob. Aktuelle News und Infos, alle Ergebnisse und Meisterschaftsstände gibt es unter www.adac.de/rallye-masters auch im Internet.

Der Kampf um die Krone im ADAC Rallye Masters wird auch nach dem fĂĽnften Saisonlauf vom Vater-Sohn-Duell der GaĂźners bestimmt. Sie konnten dem Geschehen in ihren Divisionen bislang ihren Stempel aufdrĂĽcken. Drei Siege sammelte Vater Hermann GaĂźner im Gruppe-N-Lancer, der in der Division 2 gewertet wird. In Sulingen zog er erstmals den KĂĽrzeren und musste sich den Niederländern Piet de Hoof / Max Jacobs (Mitsubishi Lancer Evo 10) beugen. „Wir haben unsere Platzierung schon am Freitag versiebt“, bilanzierte er nach der Rallye. „Am Samstagvormittag lief es auf den ersten beiden PrĂĽfungen ebenfalls nicht optimal. Ich habe einen Dreher im Rundkurs fabriziert, da habe ich wohl zuviel Show gemacht. Im Ziel sind wir so Zweite in der Division – damit sind wir unter diesem Aspekt auch zufrieden. Im Masters konnte ich die FĂĽhrung verteidigen.“ Sein Sohn Hermann junior bleibt dem Vater in der Tabelle dicht auf den Fersen, konnte jedoch diesmal den RĂĽckstand nicht verkleinern. Er unterlag in seinem nach R4-Regularien aufgebauten Lancer im Kampf um den Sieg in der Division 1 diesmal den Gesamtsiegern der Rallye, Ruben und Petra Zeltner (Lichtenstein, Porsche 911 GT3). Nach einem starken Beginn sah es ganz danach aus, als wĂĽrde er bei der Vergabe um den Sieg ein Wörtchen mitreden und erneut auch Punkte auf der Power-Stage sammeln können – einer eigens ausgewiesenen PrĂĽfungen, auf der bei jeder Rallye drei, zwei und ein Punkt fĂĽr die drei schnellsten Teams vergeben werden. Doch ausgerechnet hier versagte die Technik. „Wir hatten einen Turboschaden“, berichtete er anschlieĂźend. Aus dem Plan, auf der 19,5 km langen „KönigsprĂĽfung“ im legendären IVG-Gelände am Konkurrenten vorbei zu ziehen, wurde nichts. „Auf den NachmittagsprĂĽfungen war Ruben Zeltner der Schnellere. Wir wussten: Wenn wir bis dahin keinen Vorsprung herausgefahren haben, wird er mit seinem Porsche nicht zu halten sein. Wir haben deshalb darauf gesetzt, den zweiten Platz nach Hause zu fahren.“ So kann GaĂźner junior nun zwei Siege und zwei zweite Plätze fĂĽr sich verbuchen.

Späteinsteiger Holz: Nach drei Divisionssiegen auf Platz drei

Auf dem dritten Platz der Gesamtwertung im ADAC Rallye Masters hat sich nach der ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land Armin Holz (Celle) etabliert. Mit seinem Co-Piloten Sebastian Geipel (Nienhagen) setzt er ein VW Golf II Kit-Car ein, mit dem er in der Division 4 des ADAC Rallye Masters gewertet wird. „Mit meinem Kit-Car konnte ich in den 90er Jahren zweimal die Rally-Challenge gewinnen“, beschreibt er das Einsatzfahrzeug, das damit auch nach rund 20 Jahren noch fĂĽr Divisionssiege gut ist. „Es ist einfach toll, dass man mit diesem Fahrzeug immer noch eine Rolle im ADAC Rallye Masters spielen kann. Bei den letzten drei Rallyes konnte ich jeweils meine Division gewinnen. Besser kann es fĂĽr mich nicht laufen.“ Zudem ist fĂĽr Ihn durchaus noch Luft nach oben: Da in jeder Saisonhälfte nur die vier besten Resultate gewertet werden, hat er nach drei Divisionssiegen (75 Punkte) noch die Chance, weiter zu punkten. Ein weiterer Sieg wĂĽrde ihm sogar die Halbzeitmeisterschaft sichern, da zumindest Vater GaĂźner seine erste Saisonhälfte nach der Rallye Sulinger Land fĂĽr abgeschlossen erklärte. Doch auch Ruben Zeltner (71 Punkte) auf der vierten Position könnte bei der S-DMV Rallye ThĂĽringen (30. – 31. Mai) den Anschluss an die Tabellenspitze herstellen, wenn er erneut den Divisionssieg einfahren wĂĽrde.

Heitmann: Klasse-Leistung im kleinen Citroën

Hinter den beiden in Sulingen nicht gestarteten Junioren Marijan Griebel und Fabian Kreim (Opel Adam R2) rangieren Nils Heitmann / Daniel Hammerich (Hamburg / Kiel) auf Platz sieben der Tabelle. Die Sieger des ADAC Rallye Masters 2010 lieferten im kleinen CitroĂ«n C2R2 eine starke Leistung und konnten inmitten wesentlich leistungsstärkerer Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb immer wieder ĂĽberzeugen. Mit zwei ganz starken Durchgängen auf dem schwierigen IVG-Gelände legten sie den Grundstein fĂĽr den Sieg in ihrer Division und den tollen siebten Rang im Gesamtklassement. „In den vergangen Jahren hatte ich hier immer Pech, doch diesmal hat alles funktioniert „, fasste Heitmann anschlieĂźend zusammen. „Ich freue mich riesig ĂĽber den siebten Platz. Ich kann es immer noch nicht glauben. Mehr war mit unserem kleinen Auto auf den schnellen PrĂĽfungen einfach nicht möglich.“ Auf der achten Position im ADAC Rallye Masters rangiert Dirk Klemund (Hungen), der mit Carina LĂĽcking (HĂĽllhorst) im Subaru Impreza N12 eine schwierige Rallye erlebte. Klemund: „Die KrĂĽmmerdichtung des Turbolader war defekt. Wir brauchten nach jeder PrĂĽfung zwei Liter Wasser zum nachfĂĽllen – da war der Wasserverbrauch größer als der Benzinbedarf. So konnten wir natĂĽrlich nicht voll fahren und haben versucht, einige Punkte ins Ziel zu retten“. Das gelang ihm auch gut: Mit zehn Punkten schloss er die Rallye ab und sicherte sich so den Platz in den Top-Ten der Tabelle. Die Pechsträhne von Jan Becker im Sulinger Land hält dagegen an. Schon vor der Rallye hatte der Hamburger, der in Sulingen noch nie die Zielflagge sah, verkĂĽndet: „Wenn ich hier auch diesmal ausfalle, dann komme ich nie mehr wieder“. Bis zur Halbzeit sah es gut aus, er lag auf dem dritten Platz und hatte zwei Punkte in der Power-Stage geholt. Doch dann legte die Elektronik den Motor seines Subaru Impreza lahm.

ADAC Rallye Masters 2014 – Gesamtstand nach 5 von 14 Läufen

Pos. Team Fahrzeug Div. Punkte
1. Gassner, H. Mitsubishi Evo X 2 98
2. Gassner j., H. / Mayrhofer, U Mitsubishi Lancer R4 1 93
3. Holz, A. VW Golf KitCar 4 75
4. Zeltner, R. Porsche 997 GT 3 1 71
5. Griebel, M. / Rath, A Opel Adam R2 5 68
6. Kreim, F. / Beinke, J Opel Adam R2 5 61
7. Heitmann, N. / Hammerich, D Citroen C2R2 5 50
8. Klemund, D. / LĂĽcking, C Subaru Impreza 2 47
9. Wallenwein, M. / Kopczyk, S Skoda Fabia S2000 1 46
10. Corazza, P. / Gerlich, C Mitsubishi Lancer EVO 9 2 45

ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land (02.-03.05.2014)
Endstand nach 14 WertungsprĂĽfungen (147,50 Kilometer)

Der nächste Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft und dem ADAC Rallye Masters findet vom 30. – 31. Mai 2014 bei der S-DMV ThĂĽringen Rallye rund um Pößneck statt.